Das Geheimnis des Wikinger-Schatzes
Die Deutsche Sherlock-Holmes-Gesellschaft für Fans des Detektivs aus der Baker Street und des viktorianischen Zeitalters!
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Das Geheimnis des Wikinger-Schatzes

Das Geheimnis des Wikinger-Schatzes

Sherlock Holmes, zweifellos der berühmteste Privatdetektiv der Welt, glaubt
nicht an Gespenster. Bei den irrlichternden Phantomen, die angeblich die
Ostsee-Insel Hiddensee heimsuchen, soll es sich um die Geister der Wikinger
handeln, deren Goldschatz vierzig Jahre zuvor ebendort gefunden wurde.
Nicht einen Moment glaubt Holmes daran, dass es sich wirklich um die ruhelosen
Seelen der berüchtigten Seefahrer handeln könnte, aber dennoch nimmt er den
Auftrag von Walter Scharfenschwerdt an, in dessen Museum in Stralsund der
spektakuläre Goldfund verwahrt wird. Holmes soll Licht in das Dunkel um die
Spukgestalten bringen. Der Museumsdirektor glaubt zwar ebenfalls nicht an
Geister, vermutet aber skrupellose Schatzgräber hinter dem Hiddenseer
Mummenschanz, die womöglich eine Gefahr für seine kostbare Sammlung
darstellen könnten. Immerhin hat es bereits Opfer gegeben: Ein Inselbewohner
ist mit gebrochenem Genick aufgefunden worden, ein zweiter hat nach der
Begegnung mit den Wesen aus der Zwischenwelt den Verstand verloren und ist
in die Stralsunder Irrenanstalt eingeliefert worden.
So nimmt Holmes also gemeinsam mit Dr. Watson die unbequeme Fahrt mit
Postdampfer, Fähre und Pferdekarren auf die noch sehr unwirtliche Insel auf
sich, um dort den angeblich übernatürlichen Erscheinungen auf den Grund zu
gehen. Die Jagd hat begonnen!

Sherlock Holmes und
das Ostseegold

Wolfgang Schüler
Taschenbuch
270 Seiten
ISBN 978-3-95441-563-2
Preis 12,00 € (D)

erschienen im KBV-Verlag · www.kbv-verlag.de

AUTORENINFO

Wolfgang Schüler
… hat in Leipzig Jura studiert. Er arbeitet als Rechtsanwalt, Schriftsteller und Journalist und ist ständiger Mitarbeiter der Satirezeitschrift „Eulenspiegel“. Er verfasste unter anderem die erste deutschsprachige Edgar-Wallance-Biografie und das Handbuch zur Kriminalliteratur „Im Banne des Grauens“. Er ist auch als Hörspielautor und Dramatiker aktiv. In zwei seiner Kriminalstücke spielt Sherlock Holmes eine zentrale Rolle.

www.wolfgang-schueler.de

Interview mit Wolfgang Schüler

Sie veröffentlichen mit „Sherlock Holmes und das Ostseegold“ den nun siebten Sherlock-Holmes- Band in
der beliebten Reihe. Was fasziniert Sie als Autor oder auch persönlich an dem Ermittler?
Wolfgang Schüler: Als Jugendlicher habe ich vor allem Karl-May-Romane, Edgar-Wallace-Krimis und Sherlock-
Holmes-Geschichten gelesen. Die Vorliebe zum Detektiv aus der Baker Street ist geblieben. Im Laufe der vielen
Jahre sind Sherlock Holmes und Dr. Watson zu guten Kameraden von mir geworden. In den langen Wochen, in
denen ich an einem neuen Buch arbeite, sind sie häufig virtuell zu Gast und reden mit mir in meiner Phantasie. Das
funktioniert sehr gut. Ich kann ihnen Fragen stellen, und die beiden antworten mir auch – so, als ob sie tatsächlich mit
mir in einem Raum wären.
An Sherlock Holmes fasziniert mich, dass er über ein umfangreiches Wissen verfügt. Er ist ein exzellenter
Beobachter und zieht Rückschlüsse aus irgendwelchen Nebensächlichkeiten. Das versuche ich auch im
bescheidenen Umfang, und es klappt mitunter recht gut. Freunde von mir meinen dann: „Aha, jetzt hat er wieder
einmal eine seiner Sherlock-Holmes-Methoden angewendet.


Was glauben Sie, warum fesselt das wohl berühmteste Ermittlerpaar Sherlock Holmes und Dr. Watson bis
heute die Leserschaft?

Wolfgang Schüler: Das Gegensätzliche der beiden Figuren macht den Reiz aus. Sherlock Holmes kann relativ
schnell das Große und Ganz erfassen, wogegen Dr. Watson häufig bis zum Schluss nicht die geringste Ahnung hat,
um was es eigentlich geht. Aber der Detektiv und sein treuer Begleiter ergänzen sich auch sehr gut. Dr. Watson
verfügt über einige Fähigkeiten, die Sherlock Holmes nicht hat.
In der Kriminalliteratur gibt es Legionen der unterschiedlichsten Detektivfiguren bis hin zu Schafen und Katzen. Da
wird den Lesern schon einiges an Verständnis abverlangt. Viele Ermittler sind gescheiterte Existenzen, die in
vermüllten Wohnungen leben, zu viel trinken und ihre privaten Probleme nicht lösen können. Sherlock Holmes ist das
ganze Gegenteil davon und trotzdem kein überkandidelter Snob. Die Handlungen der Romane und Geschichten
spielen immer nahe der Wirklichkeit. Übermäßige Brutalität – wie z.B. in den skandinavischen Krimis – kommt nicht
vor.

In Rezensionen werden Ihre Adaptationen als sehr realistisch, detailgenau und geschichtlich gut recherchiert
besprochen. Wie denken Sie sich in die 1886 von Sir Arthur Conan Doyle geschaffene Kunstfigur immer
wieder neu rein?

Wolfgang Schüler: Ich bin Mitglied der Deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft (DSHG), Abonnement von zwei
Sherlock-Holmes-Fachzeitschriften und besitze eine umfangreiche Bibliothek mit viel Sekundärliteratur zum Thema,
diversen Arthur-Conan-Doyle Werkausgaben und fiktiven Sherlock-Holmes-Biografien. Sobald ich ein Thema
gefunden habe, welches sich für einen Roman eignet, stecke ich die Rahmenhandlung ab und erfülle sie mit Leben.
Jede offene Frage versuche ich unter Zuhilfenahme meines Archivs zu beantworten. Falls ich dann nicht weiter
komme, frage ich Spezialisten in nah und in fern. Auch wenn die Geschichte ausgedacht ist, muss der Kontext immer
stimmen und ganz nah an der Wirklichkeit sein.
Bekannte amerikanische Autoren beschäftigen Rechercheure. Das würde ich auch gerne tun, aber leider kann ich es
mir nicht leisten. In Deutschland ist das Schreiben von Romanen für 95 Prozent der Schriftsteller ein Hobby. Leben
können sie davon nicht – und in Corona-Zeiten ohne Lesungen schon gar nicht nicht.

Im aktuellen Band lassen Sie Holmes und seinen Begleiter Dr. Watson im Auftrag eines Strahlsunder
Museumsdirektors auf die Ostsee-Insel Hiddensee reisen, wo angeblich Geister oder vielmehr skrupellose

Schatzgräber ihr Unwesen treiben und diese haben offenbar auch schon zwei Menschen auf dem Gewissen.
Was hat Sie inspiriert, nach Ermittlungsorten von Holmes im Tegeler Forst, auf dem Überseedampfer
Lusitania, auf dem Balkan, in Dresden, in Leipzig und in Berlin nun Station an der Ostsee zu machen?

Wolfgang Schüler: In diesem Fall kam die Anregung von Ralf Kramp, dem Leiter des KBV-Verlages. Ich hatte ihm
ein anderes Thema vorgeschlagen, aber es gefiel ihm nicht. Ich erzählte ihm so ganz nebenbei, dass ich nach 40-
jähriger Pause wieder einmal nach Hiddensee fahren wollte. Da meinte Ralf Kramp: „Ausgezeichnet, das wird die
Leser interessieren.“


Von Hause aus sind Sie Rechtsanwalt mit einer eigenen Kanzlei in Altlandsberg. Außerdem verfassen Sie für
mehrere Zeitungen Gerichtsberichte. Kommt Ihnen die Arbeit mit dem Gesetz und den Gesetzesuntreuen
beim Stricken neuer Sherlock-Holmes-Abenteuer in irgendeiner Weise zugute? Oder wo holen Sie sich
Inspirationen oder auch Detailwissen über Verbrechen her?

Wolfgang Schüler: Als Anwalt habe ich gelernt, Gesetze und juristische Fachtexte zu lesen und zu verstehen. Als
Gerichtsreporter muss ich dann diese, für einen Laien völlig unverständliche Sprache in ein vernünftiges Deutsch
übersetzen. Diese mühsam antrainierte Fertigkeit erleichtert mir auch den Umgang mit verklausulierten
geschichtsträchtigen Schriften.
Eines meiner Hobbys ist, dass ich als Mitglied in im Hönower Schützenverein den Umgang mit historischen Waffen
übe. Beispielsweise habe ich beim Schießen mit der Vorderladerpistole einen dritten Platz bei der Kreismeisterschaft
belegt. Mein in der Praxis erworbenes Wissen über die Funktion antiker Schießeisen konnte dann unmittelbar in den
Ostseegold-Roman einfließen. Es findet sich in der Szene wieder, als die Schurken ihre Waffen auf Sherlock Holmes
und Dr. Watson abfeuern.

Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel – sagt man so schön im Fußball-Jargon. Da Sherlock Holmes ja
unsterblich zu sein scheint und niemals zur Ruhe kommt – haben Sie sicherlich schon eine Idee für ein
weiteres Abenteuer in petto?

Wolfgang Schüler: Zurzeit arbeite ich an einem 400-Seiten-Roman, der kein Krimi ist und sowohl in der
Vergangenheit als auch in der Gegenwart spielt. Der Zeitrahmen umfasst 70 Jahre. Sobald dieses äußerst
umfangreiche Projekt abgeschlossen ist, kann und will ich mir wieder Gedanken über Sherlock Holmes und Dr.
Watson machen.

Vielen Dank für das Interview.

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