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25/02/2026„Mama – wann wurde Sherlock Holmes geboren?“
Ein Besuch auf der Ausstellung „Das Phänomen Sherlock Holmes“ in Nagold
Ein Bericht von Jacqueline Meintzinger

Weitere Infos:
Zugegeben – diese Frage eines kleinen Besuchers musste offenbleiben, doch viele andere Fragen wurden von der Ausstellung „Das Phänomen Sherlock Holmes – Auf der Spur des weltberühmten Detektivs“ beantwortet.
Vom 12. Oktober 2025 bis 8. März 2026 konnte man sich davon in Nagold im Museum im Steinhaus bei freiem Eintritt selbst überzeugen. Bei meinem Besuch am 22. Februar 2026 fand ich eine kleine, aber feine und vor allem fundierte Ausstellung zu dem übergroßen Wissensgebiet „Sherlock Holmes“ vor. Die Themen waren vielfältig und umfassend und wurden auf kompakte Art und Weise auf insgesamt 17 Texttafeln kurzweilig vermittelt. Mehrere Vitrinen mit liebevoll ausgewählten und teilweise kuriosen Objekten ließen die Informationen der Texte lebendig werden.
William Gillette wurde auf den verschiedenen Tafeln ebenso erwähnt wie Arthur Conan Doyle und Sidney Paget. In anderen Texten erfuhren die Besuchenden Wissenswertes über das Strand Magazine, die Geschichte von Scotland Yard, frühe kriminalistische Ermittlungsmethoden und auch die Baker Street. Informationen zu London während der viktorianischen Zeit wurden ebenso angeboten, wie Einblicke in Holmes‘ Vorliebe für die Musik. Auch der Drogenkonsum des Meisterdetektivs wurde nicht ausgespart.
Das Museum, welches im ältesten Haus Nagolds untergebracht ist, bot in den Obergeschossen weitere Ausstellungen zur Stadtgeschichte. Außerdem verbargen sich hier einige Stationen des interaktiven Detektivspiels, das von kleinen und großen Ermittlern begeistert aufgenommen wurde. Einer der Hinweise befand sich sogar außerhalb des Museums und begrüßte die Besuchenden schon von Weitem.
Der Andrang war am Tag meines Besuchs so groß, dass ich leider keine Chance hatte, ebenfalls Detektiv zu spielen. Die Rätsel schienen einigermaßen knifflig zu sein, so dass die Besetzung des Infostandes mehrmals um Hilfe gebeten wurde, die jedem Ratsuchenden freundlich und gutgelaunt gewährt wurde. Ich verbrachte einen vergnüglichen Nachmittag in Nagold und habe sogar etwas Neues gelernt: Im viktorianischen London waren an die Eröffnung einer Apotheke keinerlei Bedingungen geknüpft. Eine spezielle Ausbildung oder eine Lizenz waren nicht notwendig. Ebenso hat mich der Gasverbrauch der Metropole zu dieser Zeit schwer beeindruckt: Er war höher als im gesamten Deutschen Reich.
Dr. Alice Selinger fungierte als Kuratorin und Leihgeberin der Ausstellung. Lena Hauser entwickelte das Detektivspiel und Stefanie Dürr war verantwortlich für das Design der Werbematerialien.
Impressionen von der Ausstellung








